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Otto Dix - Der Krieg
Für Otto Dix, der sich zeitlebens intensiv mit den Schriften von Friedrich Nietzsche auseinandersetzte, ist der Krieg ein gewaltiges Naturereignis. Wie viele andere Zeitgenossen auch hatte er sich als Freiwilliger für den Ersten Weltkrieg gemeldet, um diese menschliche Extremsituation nicht zu versäumen. Die Bandbreite seiner Kriegsdarstellungen reicht von Arbeiten, die durch den Realismus geprägt sind, später expressiver werden und futuristische Elemente beinhalten, bis hin zu reinen Abstraktionen. Die Brutalität des Krieges wird dann durch formensprengende Elemente, zerstückelte Linien und abgehackte geometrische Flächen umgesetzt.Die existenziellen Grenzerfahrungen zwischen Tod und Leben reflektierte Dix in dem umfassenden Zyklus Der Krieg (1924). Mit Hilfe von Fotos und Zeichnungen, die er während des Krieges und danach angefertigt hatte, entwickelt Dix eine Art Superrealismus, um die Erlebnisse drastisch darstellen zu können. Dieses Mappenwerk stieß u.a. bei dem Galeristen Herrmann Abels als „eine Unverschämtheit, die jeden ehemaligen Frontkämpfer auf das Tiefste empören muss“, auf große Ablehnung. Dix’ Galerist Karl Nierendorf schrieb: „Lieber Otto! Fast alle Buchhandlungen weigern sich das Buch auszustellen aus Angst, dass man ihre Fenster einschlägt.“50 Radierungen aus dem Jahr 1924.  Faksimileausgabe der bedeutenden Radierfolge in 500 nummerierten Exemplaren. Ursprünglich im Jahr 1924 in 70 nummerierten Exemplaren im Verlag Karl Nierendorf, Berlin, in 5 Mappen veröffentlicht. Folio (46,8 : 34,8 cm). (12) S. mit 4 Abb. u. 50 Tafeln. Sämtliche Radierungen wurden in Originalgrösse im Offsetverfahren reproduziert. Hrsg. von: Städtisches Bodensee-Museum Friedrichshafen. Friedrichshafen 1985.

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